Montag, 19. Februar 2007

18.02.2007 Kassel

Expedition ins Tourreich.
Heute:
Arbeitet Tim eigentlich wirklich oder nicht?

Indiz Nr.2

Seht mal genau hin. Das Bild entstand mit ca. 20 Min. Belichtungszeit. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, vorn im Bild den Tim, ganz leicht verwackelt. Es besteht der Verdacht, daß er sich bewegt haben könnte... aber ist das schon Arbeit? Wir bleiben auf jeden Fall dran....


Die toten Augen von Kassel:



Vielleicht sollten wir es mal mit Schlaf probieren, aber wir müssen ja immer nachts mit den anderen Herion rauchen, sonst fliegen wir vonner Tour, und auf dem Zeug kann man voll gar nich pennen....

So, festhalten, jetz kommt guter Junge Thomas, schlimmes Bild, aber muss sein:



Erinnert mich n bissl an den hier:


Thomas ist als sogenannter Securitymensch dabei. Man könnte auch sagen Sicherheitsmensch.
Da sich der Schnellsprecher sehr großer Beliebtheit erfreut, vor allem bei den Frauen, hat das zwei Eigenarten zur Folge. Die eine ist, das er bei manchen (oder vielen) Typen unbeliebt ist, die andere, dass viele, bei denen er beliebt ist, unbedingt in seiner Nähe sein müssen. Und dafür tun sie alles. Sogar vom Balkon auf die Bühne springen, über ein auf Rollen befindliches Hindernis. Wenn sie es dann tatsächlich geschafft haben, fangen sie aber seltsamerweise an, fürchterlich zu schreien und zu heulen, oder fallen sogar um.
Hier kommt Thomas zum Zug. Seine Aufgabe besteht darin, sich um die Abschottung und Absicherung in den jeweiligen Matrizierungsstätten zu kümmern. Für den Musiker- oder Schnellsprechmenschen, sowohl als auch für die Verehrer derselben. Dafür rennt er den ganzen Tag durchs Bild, redet mit den örtlichen Sicherheitsmenschen über die Fussballergebnisse des Vortages (Securitymeeting nennen die das) und inspiziert jede Tür und jedes Mauseloch, ob da auch scher niemand durch- oder reinpasst.

Dann kommt der Bob-der-Builder-Part: Alle Sicherheitsmenschen (mit bunten Trikots) klappen, schieben und schrauben an metallenen Klippklapp-Teilen rum, die in einem nur für wirklich eingeweihte erkenntlichem Schema vor der Bühne, dem Licht- und SoundmenschenPanzerkreuzerPotjemkin, und manchmal auch mittendrin ("wir hatten noch soviele übrig, und das is mir gestern bei Biertrinken eingefallen, hübsch oder?") V-Förmig als sog. Wellenbrecher kreuz und quer in der Halle verteilt werden.

Das soll verhindern, dass die ganz vorne stehenden Zuschauermenschen durch die kleinen Löcher in den "Barriern" ganz, ganz vorne gequetscht werden, wenn die matrizierte Plasmamasse sich gleichzeitig dem Künstler zu nähern versucht. Zwischen Bühne und Gitter befindet sich der Graben, in dem Sicherheitsmenschen kurzzeitig abwesende Musikermenschenfans aus der Masse pflücken und an die MachdasdiewiederlaufenkannMenschen übergeben. Überreicht klingt besser, denn übergeben haben die sich dann meistens schon.
Als Belohnung darf Thomas sich mit den netten Mädels im Backstage über Semantik oder Astrophysik unterhalten, mit dem Schnellsprecher shoppen gehen, und "einsam und verlassen" vorm Steakhouse rumstehen.. (ja ne, is klar). Da Thomas auch nie schläft, hängt er immer bei seinen Schützlingen rum, bis diese wieder sicher in ihrer rollenden Gummizelle sind. Daddurch ist mittlerweiler sein rechter Augenring etwas nach unten verrutscht.

Nils,
der ab morgen im Mietwagen dem Crewbus hinterher fährt...

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