Donnerstag, 22. Februar 2007

20.02.2007 Köln off

Es gibt Situationen, in denen würde ich gern mal mit Anderen tauschen.
Zum Beispiel mit dem Taxifahrer, der vorm Hotel steht, und sich folgendes Schauspiel ansieht:
Es halten graue rollende Gummizellen vor dem Hotel, einer bunt bemalt mit zerkratzten Buchstaben. "Hmm, miese Arbeit, den Lackierer hätt ich net bezahlt..."
Dann öffenen dich die Luken der Musiker- und Technikermenschenverwahrungsmobile, und komplett verstrahlte, matschäugige, RestalkoholLangzeitnebenwirkungstester taumeln orientierungslos ums Gefährt herum. Die Fuhrmenschen öffnen seitliche Ladeluken, und treiben die Orientierungslosen hirtengleich zu den Luken, damit sie dort ihre Habseligkeiten zusammensammeln können. Dies tun die orientierungslosen mittels Geruchsproben an den einzelnen Gepäckstücken.
An der Rezeption bietet sich dem Personal ein ähnliche erschütterndes Bild: Die Orientierungslosen, die jetzt auch noch aussehen wie Greta Garbo auf nem Gepäckmarsch versuchen zwischen ungeputztem Zahngeruch und Alkoholrülpsern sich an ihre Namen zu erinnern, damit sie die Scheckkarten für ihre Eintageszelle erhalten.

Oben angekommen, wie immer:


Ja neee, is klar...


Den restlichen Tag versuchen die Orientierungslosen wieder klarzukommen , ich gönne mir eine Entspannungsmassage (ohne Happy-End, Bushido!!!)

Fuhrmenschen, Buslenker

Das sin der Andi und die Daniela.

Buslenkermenschen sind eigentlich die edelsten Teilnehmer unserer Krabbelgruppe, denn sie sind diejenigen, die dafür sorgen, daß die Musiker- und Technikermenschen jeden Tag in der richtigen Halle stehen, gemachte Betten haben und abends genug Betäubungsmittel in ihrer Mobilzelle haben. Allerdings dürfen Buslenker nur dann Buslenkermenschen werden, wenn sie Nerven haben, die ungefähr die Stärke der Zugseile der Golden Gate Bridge aufweisen.
Den die mobile Gummizelle wird multifunktional eingesetzt. Von allen. Gleichzeitig. Schlaf-, Wohnzimmer, Disco, Cocktailbar, Kuschelrock....
Eine besondere Freude kann man Buslenkermenschen machen, indem man tagsüber (Schlafenszeit für Buslenkermenschen) ganz, ganz leise an die Bay (Aufbewahrungseinheit für Stinkesocken) geht, dort etwas unschuldig rumnestelt, und dann mit aller verfügbarer, in den Aärmchen vorhandenen Kraft die Klappe so doll zuschlägt, wie es nur irgend geht.
Da lacht das Buslenkerherz.
Klingt lustig, rächt sich aber bei der nächsten Fahrt. Es sei denn, man hat vorher mächtig großes Geschäft in die Bustoilette gemacht, ne Rolle Klopapier hinterherwirft und dann stundenlang versucht, alles wegzuspülen.

Nils

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